Multi-disciplinary Assessment and Participation of Children in Child Protection Proceedings: training program with modules and tool box, international network (MAPChiPP)

 

tl_files/downloads/2016/Projekt MAChiPP/EU-Logo_klein.jpg Supported by the Rights, Equality
and Citizenship (REC) Programme
of the European Union
Projekt MAPChiPP/DIJuF-Logo.jpg

Laufzeit: 01. Januar 2016 bis 31. Dezember 2017

Website: www.mapchipp.com

 

MAPChiPP ist ein europäisches Projekt zur Entwicklung interdisziplinärer Qualifizierungsmaßnahmen im Bereich des Kinderschutzes, das vom DIJuF gemeinsam mit erfahrenen Partnern aus Estland, Großbritannien, den Niederlanden und Ungarn durchgeführt wird. In diesen und drei weiteren europäischen Ländern (Finnland, Portugal und Rumänien) werden die entstehenden Seminare erprobt. Das Projekt wird durch das Programm „Rechte, Gleichstellung und Unionsbürgerschaft” der Europäischen Union gefördert und hat eine Laufzeit von zwei Jahren.

Das Projekt adressiert zwei wesentliche Gelingensfaktoren wirksamen Kinderschutzes. Zum einen nimmt es die Förderung der Kooperation und Kommunikation zwischen den Akteuren im Kinderschutz in den Blick. Nicht selten kommt es zwischen verschiedenen Diensten oder Institutionen – etwa Jugendamt, Familienhilfe, Kinderklinik oder Familiengericht – zu unterschiedlichen Einschätzungen darüber, ob eine Gefährdung eines Kindes vorliegt und wie ihr zu begegnen ist. Vor diesem Hintergrund wird der interdisziplinären und institutionsübergreifenden Zusammenarbeit der beteiligten Fachkräfte auf Fallebene eine hohe Bedeutung beigemessen. Zum anderen zielt das Projekt auf die Partizipation der Kinder in der Gefährdungseinschätzung und Hilfeplanung ab. Die Beteiligung der betroffenen Kinder stößt in der Praxis immer wieder auf Schwierigkeiten: Die Dringlichkeit einer Gefährdungssituation, eskalierende Streitigkeiten zwischen erwachsenen Beteiligten, fehlende Kenntnisse und Erfahrung in der Kommunikation mit Kindern, insbesondere auch vorbelasteten Kindern oder auch Unsicherheiten über die Notwendigkeit mehrfacher Anhörungen können der Zuwendung zum Erleben, den Sichtweisen und Wünschen der Kinder und Jugendlichen im Wege stehen. Dabei ist es im Kinderschutz „conditio sine qua non” einer Wende zu positiver Entwicklung, dass Kinder und Jugendliche angebotene Chancen auch wahrnehmen wollen. Insofern eröffnet Beteiligung erst die Chance für erfolgversprechendere Interventionen und stellt eine Grundlage für positive Entwicklung dar.

Projektziel ist die Entwicklung von Fortbildungsmodulen inklusive einer „toolbox”. Module und Materialien zielen ab auf die Vermittlung und Förderung von Handlungskompetenzen für die fallbezogene fach- und institutionsübergreifende Zusammenarbeit und die Beteiligung der betroffenen Kinder bei der Gefährdungseinschätzung und Hilfeplanung. Zu diesem Zweck wird ein modular aufgebautes train-the-trainer-Programm entwickelt, mittels dessen Multiplikator/inn/en für die Fortbildung von Fachkräften unterschiedlicher Professionen im Kinderschutz geschult werden können. Darüber hinaus ist beabsichtigt, ein interdisziplinäres Netzwerk von Trainer/inne/n aufzubauen, das den Erfahrungsaustausch ermöglicht und damit zur weiteren Qualifizierung beiträgt.

In Deutschland werden im Rahmen des Projektes in 2017 die folgenden beiden Fortbildungen angeboten:

Fachreferent und Ansprechpartner für das Projekt ist Dr. Felix Dinger (E-Mail: dinger@dijuf.de, Telefon: +49 6221 9818-44). Vom DIJuF arbeiten außerdem Dr. Thomas Meysen (Projektleiter), Henriette Katzenstein, Holger App (Finanzmanagement) und Liane Hauff (Praktikantin) am Projekt MAPChiPP mit.

Folgende europäische Partner nehmen teil: