Sparpläne im Kanzleramt: Kritik an möglichen Einschnitten in Jugend- und Eingliederungshilfe

Medienberichten zufolge werden im Bundeskanzleramt harte Einschnitte in die Kinder- und Jugend- sowie Eingliederungshilfe diskutiert. Ein sog. "Vorschlagsbuch" listet mehr als 70 Sparvorschläge für einen effizienteren Ressourceneinsatz bei Leistungsgesetzen auf, die insbesondere auch die Leistungsrechte von jungen Menschen betreffen. Die Kürzungsvorschläge wurden von einer Arbeitsgruppe aus Vertreter:innen des Bundes, der Länder und der kommunalen Spitzenverbände erarbeitet. Ziel ist eine Entlastung der Kommunen. Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ fordert angesichts der Entwicklungen eine transparente Kinder- und Jugendhilfepolitik unter Einbeziehung der Fachöffentlichkeit und die Aufrechterhaltung etablierter Dialog- und Kooperationsstrukturen. Kritik wird auch von weiteren Verbänden aus der Kinder- und Jugendhilfe geäußert. Der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e. V. hat das interne Arbeitspapier zusammen mit einer eigenen Übersicht der Kürzungsvorschläge veröffentlicht.