Zwischenruf der AGJ zu den geplanten Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss
In seinem Zwischenruf vom 28.7.2026 kritisiert der Geschäftsführende Vorstand der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ die vom BMBFSFJ geplanten Kürzungen des Unterhaltsvorschusses für 16- und 17-Jährige. Diese würden die Lebensbedingungen von Alleinerziehenden, insbesondere Müttern, und Jugendlichen verschlechtern. Zugleich würden die Einsparungen den Druck auf die Jugendhilfe erhöhen, denn Armut habe für die Betroffenen gravierende Folgen und löse weitere Hilfebedarfe aus. Zudem gefährden die Kürzungen das Vertrauen der jungen Generation in die Verlässlichkeit unseres demokratischen Staats.
Der Unterhaltsvorschuss soll nach Plänen von Bundesbildungs- und -familienministerin Karin Prien künftig nur noch bis zum 16. statt wie bisher bis zum 18. Geburtstag ausbezahlt werden. Von der Neuregelung wären laut UVG-Statistik etwa 110.000 Jugendliche betroffen. Der Referentenentwurf befindet sich in der Regierungsabstimmung und wurde noch nicht veröffentlicht.