Laufzeit: seit Januar 2025
Inhaltliche Redaktion des Fachpersonal-Handbuchs zu „Unbegleitete Minderjährige im Asylverfahren“ im Rahmen des Projekts SENSA
Im Rahmen des Projekts SENSA – Sensibilisierung zu besonderen Schutzbedarfen von asylsuchenden Menschen in Sachsen-Anhalt und Thüringen des Flüchtlingsrats Sachsen-Anhalt e.V. und des Flüchtlingsrats Thüringen e.V., kofinanziert von der Europäischen Union (AMIF), vom Land Sachsen-Anhalt, dem Freistaat Thüringen und der UNO Flüchtlingshilfe, hat das DIJuF die Beratung bei der Gesamtkonzeption eines Fachpersonal-Handbuchs zu "Unbegleitete Minderjährige im Asylverfahren" übernommen. Im engen Fachaustausch mit dem SENSA-Redaktionsteam hat das DIJuF alle rechtlichen Themenfelder identifiziert, deren Kenntnis für die Fachkräfte im Kontext unbegleitete Minderjährige im Asylverfahren relevant sind, und stand für rechtliche Detailfragen einzelner Texte beratend zur Verfügung. Zudem wurden Texte zu den jeweiligen Kapiteln überarbeitet und auf Praxistauglichkeit überprüft.
Mit dem Handbuch soll Fachkräften ein mehrteiliges, qualitativ hochwertiges und praktisches Handwerkszeug zur Unterstützung in der Beratung und Begleitung von unbegleiteten Minderjährigen im Asylverfahren zur Verfügung gestellt werden. Es ist Teil einer Toolbox, zu der auch Methodenkarten und ein Begleitheft für unbegleitete Minderjährige gehören. Die Veröffentlichung ist für 2026 vorgesehen.
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Laufzeit: Januar 2018 bis Dezember 2019
Gut ankommen – Fachkräfte qualifizieren. Kindgerechte Aufnahme unbegleiteter Minderjähriger
Das DIJuF hat sich in den Jahren 2018/2019 an dem Projekt "Gut ankommen – Fachkräfte qualifizieren. Kindgerechte Aufnahme unbegleiteter Minderjähriger" begleitet. Im Fokus des Projekts standen die Qualifizierung und Fortbildung von Akteur:innen, die mit unbegleiteten Minderjährigen arbeiten. Die Vernetzung der in unterschiedlichen Phasen beteiligten Akteur:innen und die Bereitstellung von bedarfsgerechten Arbeitshilfen in Bezug auf die Umsetzung des Gemeinsamen Europäischen Asylsystem (GEAS) waren zentraler Bestandteil des Projekts. Die Projektergebnisse sind mittlerweile in dem Handlungsfeld "Junge Geflüchtete" auf der DIJuF-Website aufgegangen.
Das Projekt wurde bundesweit durchgeführt. Projektpartner waren neben dem DIJuF der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e. V. (BumF) und terre des hommes Deutschland e. V. – Hilfe für Kinder in Not (tdh).
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Laufzeit: Januar 2015 – Dezember 2017
Kindeswohlorientierte Aufnahme von unbegleiteten Minderjährigen durch Qualifikation, Wissen und Netzwerkbildung (KIWA)
Unter dem Titel "Kindeswohlorientierte Aufnahme von unbegleiteten Minderjährigen durch Qualifikation, Wissen und Netzwerkbildung" (KIWA) führte das DIJuF gemeinsam mit dem Bundesfachverband Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge e. V. (BUMF) und terre des hommes (tdh) ein durch den EU-Fonds AMIF (Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds) gefördertes Projekt durch. Ziel war die Weiterqualifizierung von Vormund:innen, Fachkräften der Jugendhilfe und Familienrichter:innen im Hinblick auf die Zielgruppe der unbegleiteten Minderjährigen.
Im Rahmen des Projekts wurden Seminare und Informationsmaterialien für Vormund:innen entwickelt und durchgeführt. Auch Kooperationspartner:innen der Vormund:innen wurden angesprochen, insb. Fachkräfte des Allgemeinen Sozialen Dienst. Zu diesem Zweck wurde die Gesetzgebung zum Thema aufgearbeitet und in zugänglicher Form dargestellt. Die Teilnehmer:innen wurden in verständlicher Weise auf ihre Aufgaben bei der rechtlichen Vertretung und Unterstützung der jungen Flüchtlinge vorbereitet. Insbesondere erhielten sie Unterstützung dabei, die Bedeutung der bleiberechtlichen Fragestellungen für die jungen Menschen zu reflektieren. Die Beteiligung der jungen Menschen wurde bei allen rechtlichen Schritten in den Blick genommen. Die Seminarkonzeption wurde mit Expert:innen und erfahrenen Fachkräften reflektiert und entsprechend verfeinert. Die erarbeiteten Materialien wurden zusammengestellt und didaktisch aufgearbeitet, um es den Vormund:innen und anderen zu erleichtern, die komplexe Landschaft an Rechtsvorschriften und die Schnittstelle zwischen Asyl-, Ausländer- und Jugendhilferecht zu handhaben. Die Projektergebnisse sind mittlerweile in dem Handlungsfeld "Junge Geflüchtete" auf der DIJuF-Website aufgegangen.
Das Projekt wurde gefördert durch den europäischen Asyl-, Integrations- und Migrationsfond (AMIF).
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Publikation: 2016
Rechtsexpertise "Flüchtlingskinder und ihre Förderung in Tageseinrichtungen und Kindertagespflege"
Das DIJuF hat im Auftrag des Deutschen Jugendinstituts e. V. (DJI) eine Rechtsexpertise zu Fragen der Förderung von Flüchtlingskindern in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege erstellt. In der Expertise wird insbesondere grundlegend dargelegt, dass "ausländische Kinder, die mit ihren Familien nach Deutschland geflüchtet sind, mit der Einreise […] in der Regel eine Berechtigung auf Leistungen der Förderung in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege nach § 22 ff. SGB VIII erlangen", wobei es nicht darauf ankommt, ob das Kind sich "rechtmäßig oder aufgrund einer Duldung in Deutschland aufhält". Verpflichtungen und Rechtsansprüche für ausländische Kinder richten sich auch im Bereich der Kindertagesbetreuung nach den allgemeinen Regeln des SGB VIII. Die Expertise beantwortet viele weitere Fragen im Detail und kann beim DJI (ISBN 978-8-86379-184-1) bestellt oder als PDF-Datei (s.u.) abgerufen werden. Eine prägnante Zusammenfassung der Ergebnisse ist zu Beginn der Expertise auf den S. 9 bis 14 zu finden.