Publikation: März 2010
Umgangsrechte des biologischen Vaters – Europäische Staaten im Vergleich
Im Auftrag des Bundesministeriums für Justiz (BMJ) hat das DIJuF ein rechtsvergleichendes Gutachten zur Rechtsstellung des biologischen Vaters erstellt. Unter verschiedenen abstammungs- und umgangsrechtlichen Fragestellungen wurden hierfür – neben Deutschland – 17 weitere europäische Länder (Belgien, Dänemark, England und Wales, Finnland, Frankreich, Griechenland, Italien, Liechtenstein, Niederlande, Österreich, Polen, Schweden, Schweiz, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik) untersucht. Das Rechtsgutachten erläutert auf der einen Seite die abstammungsrechtliche Rechtslage zur Begründung der Vaterstellung, zur Vaterschaftsanfechtung und zum Anspruch auf Abstammungsklärung und auf der anderen Seite die Regelungen zum Umgangsrecht sowie zum Umgangsrecht des biologischen, nicht-rechtlichen Vaters. Die Darstellung der Rechtslage in den 18 Ländern wird in einem systematisierenden Rechtsvergleich zusammengefasst.
Für Erstellung des Gutachten haben Dr. Thomas Meysen, Diana Eschelbach, Dr. Claudia Schmidt, Lydia Schönecker, Isabelle Jäger-Maillet und Dr. Nina Trunk geforscht.
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Laufzeit: September bis Dezember 2006
Interventionsmöglichkeiten bei hoch strittiger Elternschaft. Eine Analyse der nationalen rechtlichen Rahmenbedingungen unter besonderer Berücksichtigung förderlicher Rechtsstrukturen im Ausland
Vom Deutschen Jugendinstitut e. V. (DJI) wurde das DIJuF im Rahmen des vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten Kurzprojekts „Hoch strittige Elternschaft – aktuelle Forschungslage und Praxissituation” für den Zeitraum vom 1.9. bis 31.12.2006 mit der Analyse der rechtlichen Strukturen beauftragt.
Neben einer Rechtsprechungsanalyse zum Sorge- und Umgangsrecht im Konfliktfeld der hoch strittigen Elternschaft wurde insbesondere das nationale Verfahrensrecht im Hinblick auf seine prozesshaften Steuerungsmechanismen und Vorgaben zur Kooperation bei der Begleitung strittiger Eltern und ihrer Kinder beleuchtet. Im Weiteren wurden gezielt ausgewählte, ausländische Rechtsordnungen untersucht, die eine förderliche Interventionspraxis im Kontext hoch strittiger Elternschaft erkennen lassen. Abschließend wurden die aktuellen gesetzgeberischen Änderungsvorhaben zum familiengerichtlichen Verfahren und zu familiengerichtlichen Maßnahmen bei Kindeswohlgefährdung dahingehend analysiert, ob und wie sie die festgestellten Defizite angehen und welche Anregungen sie aus dem ausländischen Recht bereits aufgreifen.
Für das DIJuF geforscht hat Lydia Schönecker.