Podiumsdiskussion am 13. Mai 2025
Jugendamt als Garant für chancengerechtes Aufwachsen. Eine Zukunftswerkstatt.
In den vergangenen Jahren haben die Jugendämter große Leistungsfähigkeit bewiesen, z. B. beim Ausbau der Kindertagesbetreuung, der Neuorganisation des Kinderschutzes oder der Unterbringung von jungen Geflüchteten. Sie verstehen sich dabei als „moderner Dienstleister“ und fungieren als Agenturen einer kinder- und jugendgerechten Verantwortungsübernahme und lokale strategische Zentren für Fragen des Aufwachsens. Dieses Selbstverständnis ist mit dem KJSG durch eine noch stärkere Kinderrechts- und Subjektorientierung weiterentwickelt worden. Gleichzeitig ist nach wie vor eine gewisse Berührungsangst mit dem Jugendamt bei jungen Menschen und ihren Familien zu beobachten. Wie können die Jugendämter ihre Arbeit noch konsequenter an § 1 SGB VIII orientieren und ihrem Auftrag, die Rechte von Kindern und Jugendlichen zu verwirklichen, nachkommen? Was ist nötig, damit das Jugendamt auch in der Öffentlichkeit als Garant für Kinderrechte und als Dienstleister für die Familien wahrgenommen wird?
Ausgewählte Veröffentlichungen zu „Jugendamt & Kinderrechte“
Rechtsgutachten und Empfehlungen
- DIJuF-Rechtsgutachten zum Anspruch auf Akteneinsicht einer Jugendlichen (SN_2020_1135)
- DIJuF-Rechtsgutachten zur Hilfeplanung am Ort der Einrichtung (SN_2021_1345)
- DIJuF-Rechtsgutachten: Pflicht nach dem KJSG zur Beteiligung, Aufklärung und Beratung in verständlicher, nachvollziehbarer und wahrnehmbarer Form (JAmt 2022, 408)
- DIJuF-Rechtsgutachten zur Digitalisierung in der Kinder- und Jugendhilfe (Teil 1 zu Kinderrechten als Ausgangspunkt für die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Kinder- und Jugendhilfe), 2023
- Umsetzungsempfehlungen der Fachgruppe zur Umsetzung des KJSG (DIJuF und ism gGmbH) zur Stärkung von Selbstbestimmung und Beteiligung durch die Jugendhilfeplanung, 2023
- DIJuF-Rechtsgutachten zur Aufklärung des Pflegekindes über seine Herkunft und seinen "Status" als Pflegekind (SN_2024_0779)
- Kommunale Armutsprävention und der Beitrag des Rechts (Meysen/Lohse/Tölch), 2024
JAmt-Aufsätze
- "Stärkere Selbstbestimmung durch das KJSG" – Werden die jungen Menschen den Unterschied merken? (Schröer, JAmt 2021, 354)
- Berücksichtigung des Kindeswillens aus psychologischer Perspektive (Zimmermann/Bovenschen/Kindler, JAmt 2021, 367)
- "Kinderrechte ausdrücklich ins Grundgesetz" statt "Kinderrechte unsichtbar im Grundgesetz" (Donath/Lemmert, JAmt 2021, 607)
- Hilfeplanung mit deutlich gestärkten Rechten für junge Menschen und Eltern sowie in verständlicher, nachvollziehbarer und wahrnehmbarer Form – Wie kann das gelingen? (Schrapper, JAmt 2022, 376)