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DIJuF-ZweiJahrestagung: Navigating the Future – Inklusion, Kooperation und Fachkräftemangel als zentrale Zukunftsthemen der Kinder- und Jugendhilfe

DIJuF-ZweiJahrestagung und Mitgliederversammlung vom 25. bis 26.11.2024 in Frankfurt a. M. für Leitungs- und Fachkräfte der Jugendämter

Bitte beachten Sie, dass diese Veranstaltung ausgebucht ist. Bei Interesse an einem Wartelisten-Platz schreiben Sie bitte eine E-Mail an veranstaltungen@dijuf.de.

Transformation ist auch in der Kinder- und Jugendhilfe das aktuell bestimmende Thema: 2021 hat das KJSG den Jugendämtern neue Aufgaben beschert, 2026 steht der Rechtsanspruch Ganztag und 2028 die Gesamtzuständigkeit des Jugendamts für alle Kinder und Jugendlichen an. Zu den neuen rechtlichen Rahmenbedingungen kommen fachliche Herausforderungen wie die nachwirkende Belastung von Kindern und Jugendlichen durch die Pandemie und organisatorische Weiterentwicklungsanforderungen zB durch Digitalisierung. Dass die notwendigen Transformationsprozesse in einer Zeit des Fachkräftemangels umzusetzen sind, verschärft die Lage und lässt manchmal aus dem Blick verlieren, was die Jugendämter in den letzten Jahrzehnten geleistet haben und aktuell leisten.
Lassen Sie uns gemeinsam überlegen, wie Jugendämter die anstehenden Weiterentwicklungen strategisch und planerisch gestalten können!

Während unserer diesjährigen DIJuF-ZweiJahrestagung wollen wir gemeinsam mit Ihnen, den Expert:innen aus der Praxis, und unseren Referent:innen aus Wissenschaft, Politik und Forschung diskutieren, wie die Zukunft der Jugendämter aussehen könnte. Arbeitsgruppen und Vertiefungsforen bieten Austausch und Vernetzung mit den Leitungskolleg:innen aus dem ganzen Bundesgebiet.

Am Nachmittag des ersten Tages findet die DIJuF-Mitgliederversammlung statt.

Programm

Montag, 25.11.2024
10.00 Uhr  Eintreffen und Anmeldung
10.30 Uhr  Eröffnung und Begrüßung
Bernd Mix, Vorsitzender Institutsrat, DIJuF
Nanine Delmas, StJA Frankfurt a. M.
11.00 Uhr  Konzentration auf’s Wesentliche? Gute Kinder- und Jugendhilfe trotz Fachkräftemangel und Aufgabenausweitung
Prof. Dr. Wolfgang Schröer, Universität Hildesheim
11.45 Uhr  Kurze Kommentare aus der Praxis und moderierte Diskussion im Plenum
Moderation: Prof. Dr. Wolfgang Schröer, Universität Hildesheim, Katharina Lohse, DIJuF, Heidelberg
12.30 Uhr  Mittagspause
13.30 Uhr  Ausfallbürgschaft oder Verantwortungsgemeinschaft? Das Jugendamt und seine Kooperationspartner aus systemischer Perspektive
Prof. Dr. Stefan Gesmann, FH Münster
14.15 Uhr  Arbeitsgruppen: Gute Praxisbeispiele zu Kooperation (s.u.)
15.45 Uhr  Kaffeepause
16.15 Uhr  Mitgliederversammlung (nur in Präsenz – kein Live-Streaming)
18.00 Uhr  Get-together im Panoramasaal: Drinks und Fingerfood mit Blick auf die Frankfurter Altstadt

Dienstag, 26.11.2024
9.00 Uhr   Gesamtzuständigkeit für die Eingliederungshilfe für junge Menschen: Inklusionsschub oder bloße Verwaltungsreform?
Prof. Dr. Daniela Schweigler, Universität Duisburg-Essen
9.45 Uhr   Gemeinsam. Alle junge Menschen in einem System. Wie geht das für die jungen Menschen und für die Systeme?
Prof. Dr. Albrecht Rohrmann, Universität Siegen
10.30 Uhr Kaffeepause
11.00 Uhr Vertiefungsforen zu den großen Zukunftsthemen der Jugendämter (s.u.)
12.30 Uhr Zusammenfassung und Ausblick
Katharina Lohse, DIJuF, Heidelberg, und Heinz Müller, ism gGmbH, Mainz
13.00 Uhr Ende der Veranstaltung

Tagungsmoderation: Katharina Lohse, DIJuF, Heidelberg


Details zu den Arbeitsgruppen und Vertiefungsforen


Arbeitsgruppen am 25.11.2024: Gute Praxisbeispiele zu Kooperation

1. Zusammenarbeit mit Schule bei Kindern mit Beeinträchtigungen
Solange eine umfassende inklusive Ausgestaltung des deutschen Schulsystems noch aussteht, bleiben die Träger der öffentlichen Jugendhilfe sowie die Eingliederungshilfeträger wichtige Akteure, die durch die Gewährung ergänzender Leistungen Kindern mit Beeinträchtigungen den Schulbesuch ermöglichen oder erleichtern. In der AG sollen Ansätze und Erfahrungen ausgetauscht werden, wie die Kooperation mit Schulen gestaltet werden kann, um gemeinsam allen Schüler:innen bestmögliche Bildungschancen zu eröffnen.
Bettina von Haza-Radlitz, Staatliches Schulamt, Frankfurt a.M.
Christian Gebers, KrJA Peine
Maik Zilling, KrJA Peine
Moderation: Sarah Ehlers, DIJuF, Heidelberg

2. Zusammenarbeit von und mit Leistungserbringern. Absicherung eines bedarfsgerechten Platzangebots (HYBRID) - AUSGEBUCHT
Im Bereich der stationären Unterbringungen – sowohl im Rahmen von Hilfe zur Erziehung als auch im Rahmen von Inobhutnahmen – besteht ein bundesweiter Mangel an geeigneten Plätzen. Ge-meinsam wollen wir anhand von Praxisbeispielen überlegen, wie eine gute und Erfolg verspre-chende Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen Träger der Jugendhilfe und den verschiedenen Leistungserbringern gelingen kann, um diesem Problem effektiv entgegenzuwirken und zielfüh-rende Vereinbarungen abzuschließen.
Anneke Rieper, kjhv Berlin-Brandenburg/Sachsen
Matthias Röder, KrJA Darmstadt-Dieburg
Moderation: Katharina Lohse und Vanessa Brackmann, DIJuF, Heidelberg

3. ABGESAGT

4. Zusammenarbeit mit der Polizei („Jugendbanden“, „Kinderdelinquenz“)
Die polizeiliche Kriminalstatistik 2023 verzeichnet einen Anstieg erfasster Straftaten. Auch immer mehr Kinder und Jugendliche werden straffällig bzw. strafverdächtig. So liegt der Anteil der Kinder an allen Tatverdächtigen im Bereich Gewaltkriminalität mit 6,5 % auf dem Höchststand seit 2001; bei Jugendlichen mit 15,9 % auf dem Höchststand seit 2011. Vor diesem Hintergrund erlangt die Zusammenarbeit zwischen Jugendämtern und Polizei eine immer größere Bedeutung. Dabei stellt sich die Frage, wie eine gelungene behördenübergreifende Zusammenarbeit konkret aussehen kann. Welche inhaltlichen Schwerpunkte sollten gesetzt werden? Welche Formen der Zusammenarbeit gibt es?
Mira Käding, Sachgebietsleitung Jugend- und Schulsozialarbeit und Jugendhilfe im Strafverfahren, JA Heidelberg
Patrik Meinhart, Kriminalinspektion, Polizeipräsidium Karlsruhe
Moderation: Annalena Würz, DIJuF, Heidelberg

5.  Zusammenarbeit mit der Medizin im Kinderschutz
Ein effektiver Kinderschutz ist auf gute Zusammenarbeit an den Schnittstellen angewiesen. Wie das Zusammenwirken von Gesundheitswesen und Jugendhilfe gelingt, kann in vielen unterschiedlichen Leitfäden und Empfehlungen nachgelesen werden. Letztlich braucht es aber nicht nur theoretisches Wissen für eine gute Zusammenarbeit, sondern gelebte Praxis, die insbesondere von einer gemeinsamen Sprache, Verbindlichkeit, Vertrauen und Haltung beeinflusst wird. Hierzu möchten wir uns austauschen und voneinander lernen.
Prof. Dr. Sibylle Banaschak, Rechtsmedizinische Ambulanz Uniklinik Köln/KKG NRW
Heiko Wieczorek, StJA Köln
Moderation: Hannah Binder, DIJuF, Heidelberg

6. Zusammenarbeit mit Selbstvertretungen
Wie wird die Pflicht zur Zusammenarbeit mit Selbstvertretungen drei Jahre nach Inkrafttreten von § 4a SGB VIII mit dem KJSG umgesetzt? Ist die Kinder- und Jugendhilfe gut aufgestellt für die Zusammenarbeit mit Selbstvertretungen von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen und ihren Familien? In dieser AG soll der Ist-Stand der Umsetzung des § 4a SGB VIII (kritisch?) diskutiert und Faktoren identifiziert werden, die die Zusammenarbeit von Jugendämtern und Selbstvertretungsorganisationen weiter stärken können. Außerdem soll auf Unklarheiten rund um die Norm eingegangen werden (Was heißt „zusammenarbeiten, anregen und fördern“? Können bestimmte Selbstvertretungen ausgeschlossen werden?).
Karn Born, Careleaver e. V., Freiburg i. Br.
Benita Eisenhardt, Kindernetzwerk e. V., Aschaffenburg/Berlin
Moderation: Dr. Janna Beckmann, DIJuF, Heidelberg


Vertiefungsforen am 26.11.2024 zu den großen Zukunftsthemen der Jugendämter

1. Die Organisation „Jugendamt“ weiterentwickeln (HYBRID) - AUSGEBUCHT
Die Kinder- und Jugendhilfe steht vor großen Herausforderungen: Fachkräftemangel, globale Krisen, Inklusion, Umsetzung des KJSG uvm. Dies erfordert ein Weiterdenken auch der organisatorischen Strukturen des Jugendamts. Wie kann es gelingen, bei allen Veränderungen den Fokus auf den Kern der Kinder- und Jugendhilfe, die Beziehung zu den jungen Menschen und ihren Familien zu legen? Wie kann die Wahrnehmung der Kinder- und Jugendhilfe im politischen Raum (auf kommunaler, Landes- und Bundesebene) gestärkt werden? Wie kann eine noch stärkere Vernetzung gelingen? Was braucht es an Qualitätsentwicklungen? Diese Fragen sollen interaktiv mit den Teilnehmer:innen diskutiert werden.
Manuela Kastrup, BAG J
Heinz Müller, ism gGmbH, Mainz
Moderation: Katharina Lohse, DIJuF, Heidelberg

2. Inklusion in der Kommune und im Amt voranbringen
Der Bundesgesetzgeber hat sich darangemacht, die rechtlichen Rahmenbedingungen für eine inklusive Kinder- und Jugendhilfe zu verbessern. Für die tatsächliche Schaffung inklusiver Strukturen und Leistungen wird es maßgeblich auf die Veränderungsprozesse auf kommunaler Ebene ankommen. Welche sind die entscheidenden Ansatzpunkte für einen gelingenden Transformationsprozess in den Jugendämtern und in den Kommunen? Was ist organisatorisch, fachlich und rechtlich besonders zu beachten? Diese Fragen sollen aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und diskutiert werden.
Judith Osterbrink, antonius, Fulda
Prof. Dr. Albrecht Rohrmann, Universität Siegen
Stefanie Ulrich, Constitutional Coaching, Fronhausen
Moderation: Sarah Ehlers, DIJuF, Heidelberg

3. Fachkräftegebot. Was heißt es genau und muss es weiterentwickelt werden?
Angesichts des zunehmenden Spannungsverhältnisses zwischen Fachkräftegebot auf der einen und Fachkräftemangel auf der anderen Seite sollen im Rahmen eines diskursiven Austauschs die gesetzlichen Vorgaben des § 72 SGB VIII konkretisiert und Veränderungsbedarfe diskutiert werden. Welche Auslegungsspielräume eröffnet das geltende Recht? Wie ist das Fachkräftegebot für freie Träger umzusetzen und was gilt hinsichtlich des Einsatzes von Quereinsteiger:innen? Im Fokus der Diskussion steht die Suche nach Lösungsansätzen, die einerseits dem Bedürfnis nach Fachlichkeit gerecht werden, andererseits realistische und praxisgerechte Gestaltungsmöglichkeiten bieten.
Sylvia Lemm, StJA Dresden
Prof. Dr. Daniela Schweigler, Universität Duisburg-Essen
Moderation: Julia Tölch, DIJuF, Heidelberg

4. Wir können auch digital. Digitale Aufgabenwahrnehmung im Jugendamt
Wie können wir den jungen Menschen und ihren Familien in ihrer digitalisierten Lebenswelt begegnen? Von der Antragstellung über die Hilfebeziehung bis zur Akteneinsicht: Inwieweit müssen Hilfen digital zugänglich sein und erbracht werden? Welche fachlichen, planerischen und organisatorischen Aspekte sind dabei zu berücksichtigen? Nach einer fachlichen sowie rechtlichen Einführung in die Thematik sollen diese Fragen diskutiert und erarbeitet werden, welche konkreten Schritte es braucht, damit die Kinder- und Jugendhilfe angemessen auf die stärker digitalisierte Lebenswelt der jungen Menschen reagiert.
Hannah Binder, DIJuF, Heidelberg
Elisabeth Schmutz, ism gGmbH, Mainz
Moderation: Vanessa Loock, DIJuF, Heidelberg

5. Ganztag 2026 – rechtliche und fachliche Perspektiven
2026 tritt der Rechtsanspruch von Schulkindern auf Förderung in Tageseinrichtungen in Kraft. Welches Platzangebot ist erforderlich, um den Rechtsanspruch in quantitativer und qualitativer Hinsicht erfüllen zu können? Wie können sich Kommunen gut vorbereiten? Welches Verhältnis besteht zu schulischen Ganztagsangeboten und wie gelingt eine gute Zusammenarbeit mit den Schulen? Diese Fragen diskutieren die Teilnehmer:innen im Rahmen des Forums mit Expert:innen aus Wissenschaft und Praxis.
Dr. Janna Beckmann, DIJuF, Heidelberg
Karin Kramer, Deutscher Caritasverband e. V., Freiburg i. Br.
Prof. Dr. Markus Sauerwein, TU Dortmund
Moderation: Susanne Achterfeld, DIJuF, Heidelberg

 

Übernachtungen:
In folgendem Hotel ist ein Abrufkontingent für Teilnehmer:innen der DIJuF-ZweiJahrestagung eingerichtet und kann bei Bedarf eigenständig gebucht werden. Derzeit richten wir noch weitere Zimmerkontingente ein.

  • Hotel Paulaner am Dom (Domplatz 6, 60311 Frankfurt a. M.), Abruf möglich bis zum 23.8.2024 unter dem Stichwort "DIJuF ZweiJahrestagung" (Tel.: 069 13 810 30; E-Mail: hotel@paulaner-am-dom.de)
  • MAINGAU Hotel & Gaststättenbetrieb (Schifferstraße 38-40, 60594 Frankfurt a. M.). Abruf möglich bis zum 14.10.2024 unter dem Stichwort "DIJuF ZweiJahrestagung" (Tel.: 069 609 140; E-Mail: info@maingau.de)
  • Flemings Hotels (Lange Str. 5-9, 60311 Frankfurt a. M.). Abruf möglich bis zum 24.10.2024 über folgenden Link: https://reservations.travelclick.com/114478?groupID=4396386 (Tel.: 069 3700 32 22; E-Mail: groups.fra@flemings-hotels.com)           

Veranstaltungsformat Hybrid:
Die Veranstaltung findet in Präsenz statt und wird live über ZOOM gestreamt. In Präsenz Teilnehmende können in Ton und Bild an die übrigen Teilnehmenden übermittelt werden. Während der Veranstaltung wird fotografiert. Aufgenommene Fotos werden für die Öffentlichkeitsarbeit des DIJuF genutzt. Wenn Sie nicht aufgenommen werden möchten und Bilder von Ihnen nicht verwendet werden sollen, teilen Sie uns dies bitte bei der Anmeldung zur Veranstaltung vor Ort mit. Weitere Informationen zur Datenverarbeitung finden sich in der Datenschutzerklärung

Buchungsdetails

Referent*in

s. Programm

Termine

25.11.2024 von 10.00 bis 15.45 Uhr, ab 16.15 Uhr Mitgliederversammlung (nur in Präsenz – kein Live-Streaming)
26.11.2024 von 9.00 bis 13.00 Uhr

Tagungsort

Teilnahmebeitrag DIJuF-Mitglieder

286 EUR
Tagungsverpflegung und Abendveranstaltung (Speisen und Getränke) 113 EUR

Leistungen / Wünsche

Teilnahme an der DIJuF-Mitgliederversammlung am 25.11.2024 von 16.15 bis 18.00 Uhr

Event ist vorüber

Kontakt

Ellen Lanzalaco-Renner

06221 9818 - 36

veranstaltungen@dijuf.de