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JAmt-Schwerpunktheft 7-8/2026 zur Schulbegleitung

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Mit dem 1. Kinder- und Jugendhilfestrukturreformgesetz (1. KJHSRG) soll zum 1.1.2028 eine rechtliche Grundlage im SGB VIII für rechtskreisübergreifende Pool- bzw. Infrastrukturmodelle eingeführt werden, um erzieherische und behinderungsbedingte Bedarfe in der Schule zu decken.

Die jüngste Ausgabe von DAS JUGENDAMT (JAmt) widmet sich mit einem Schwerpunktheft dem Thema Schulbegleitung und zeigt auf, wie die "infrastrukturelle Bildungsassistenz" nach aktuellem Stand des BMBFSFJ (Referentenentwurf vom 23.3.2026) aussehen soll (JAmt 2026, 372). Auch wenn die Idee vielerorts grundsätzlich begrüßt wird, stellen sich die grundlegenden Fragen, inwieweit der Einsatz von Schulbegleitungen zur schulischen Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit besonderen Unterstützungsbedarfen beiträgt (JAmt 2026, 378) und Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe bzw. der Eingliederungshilfe strukturelle Defizite im Schulsystem überhaupt kompensieren können (JAmt 2026, 362). Ein Beitrag legt die völker- und verfassungsrechtlichen Grundlagen des Rechts auf inklusive Bildung dar und mahnt, die Jugendhilfe nicht als dauerhafte "Ausfallbürgin" zu instrumentalisieren (JAmt 2026, 367). Zwei Beiträge richten den Blick aus Elternperspektive auf die Schulbegleitung und berichten über hohe Hürden bei der Inanspruchnahme von Schulbegleitungsleistungen (JAmt 2026, 383, 388). Praktische Erfahrungen aus einem Autismus-Therapiezentrum sowie Erkenntnisse aus der Forschung zu Schulabsentismus zeigen auf, dass Schulbegleitungen eine zentrale Funktion bei der Sicherung der Rechte auf Bildung und soziale Teilhabe autistischer Schüler:innen übernehmen (JAmt 2026, 403). Dass vor Ort Infrastrukturmodelle erfolgreich entwickelt und aufgebaut werden können, zeigen abschließend drei Praxisberichte aus den Landkreisen Darmstadt-Dieburg, Germersheim und Peine (JAmt 2026, 393, 396, 400).

Das Schwerpunktheft ist abrufbar auf KiJuP-online.